Alltagsaufgaben als Abenteuer: Besen und Bestien macht aus Zähneputzen, Aufräumen und Hausaufgaben echte Quests in einer Abenteuerwelt – mit kostenloser App, Portal-Station und physischen Sammelfiguren, entwickelt für Kinder in neurodivergenten Familien.
FĂĽr Familien
Dein Kind will ja eigentlich. Aber Anziehen, Aufräumen oder Hausaufgaben fühlen sich für Kinder mit ADHS wie ein unbezwingbarer Berg an. Sticker-Tafeln funktionieren zwei Wochen, dann verpufft der Reiz. Und du steckst in der Rolle fest, die du nie wolltest: ermahnen, erinnern, kontrollieren.
Bei ADHS und anderen Neurodivergenzen blockiert die sogenannte exekutive Dysfunktion den Start in Aufgaben, trotz bestem Willen. Genau da setzt Besen und Bestien an: Die Aufgabe verschwindet hinter einem Abenteuer, das das Gehirn deines Kindes wirklich starten lässt.
Du legst im Eltern-Dashboard fest, welche echten Aufgaben anstehen. Dein Kind sieht davon nichts, es bekommt eine Quest in seiner Abenteuerwelt: Monster besiegen, Schätze finden, Biome erkunden.
Die Quest wird durch die reale Aufgabe abgeschlossen, in kleinen Schritten mit sofortigem Feedback. Die App erinnert, nicht du.
MĂĽnzen, neue Welten und von dir festgelegte reale Belohnungen wie ein Ausflug oder Taschengeld. Physische Sammelfiguren schalten am Portal neue Spielwelten frei, zum Anfassen und Stolz-drauf-Sein.
Für Ergotherapie, KJP, Kinderärzte, SPZ und Kitas
Viele Interventionen scheitern nicht in der Praxis, sondern zu Hause: Belohnungssysteme stumpfen ab, Eltern rutschen in die Kontrolleursrolle, die Beziehung trägt den Konflikt. Besen und Bestien überträgt bewährte Prinzipien in ein System, das Familien im Alltag tatsächlich durchhalten.
Geplant ist eine Pilotphase mit 30 Familien und 5 Ergotherapie-Praxen: qualitative Datenerhebung zu Alltagstauglichkeit, Adhärenz und Konfliktreduktion, deren Ergebnisse direkt in die Serienreife einfließen.
Teilnehmende Praxen erhalten Pilot-Sets kostenfrei und begleiten ausgewählte Familien.
Empfehlungen von Ergotherapie, KJP, Kinderärzten, SPZs und Kitas sind fester Bestandteil des Modells: Familien erreichen das System über Menschen, denen sie bereits vertrauen. Perspektivisch streben wir Kostenübernahme-Modelle mit Krankenkassen an, etwa das Freischalten von Spielwelten für Versicherte ohne zusätzliche Figurenkäufe, damit der Zugang nicht am Geldbeutel scheitert.
FĂĽr Unternehmen, Handel und Finanzierung
Kinder mit ADHS scheitern nicht am Wollen, sondern am Können: Exekutive Dysfunktion blockiert den Start in einfachste Aufgaben. Belohnungstafeln nutzen sich schnell ab, Eltern werden zu Dauer-Ermahnern, die Beziehung leidet.
Eine kostenfreie App (Eltern-Dashboard + Kinder-Abenteuerwelt) verwandelt reale Aufgaben in Quests. Physische Sammelfiguren schalten ĂĽber eine RFID/NFC-Portal-Station neue Spielwelten frei und holen die Motivation in die reale Welt.
69,99 €
Starterset (Portal-Station + 2 Figuren), danach Erweiterungsfiguren für 9,99 bis 14,99 € im Taschengeld-Segment. Kostenfreie App als Einstieg, wiederkehrende Umsätze über Collectibles und perspektivisch Kostenübernahme-Modelle mit Krankenkassen.
Der Markt für phygitale Kindersysteme ist bewiesen: tonies erzielte 2025 rund 630 Mio. € Umsatz. Gleichzeitig steigen ADHS-Neudiagnosen bei Kindern stark, und kein phygitales System adressiert Alltagsaufgaben.
Strategie
Kundensegment: Eltern von Kindern (ca. 5 bis 12 Jahre) mit ADHS oder anderen Neurodivergenzen. Die Eltern kaufen und konfigurieren, das Kind ist der tägliche Nutzer.
Was Familien erledigen mĂĽssen, was sie belastet, was sie sich wĂĽnschen
Wie Besen und Bestien Probleme löst und Gewinne schafft
Besen und Bestien setzt exakt an der Stelle an, an der bestehende Lösungen scheitern: Rein digitale Task-Apps (z. B. Habitica, Tiimo oder Joon, auch auf Deutsch verfügbar) verlieren ohne haptische Verankerung an Reiz und adressieren teils Erwachsene; phygitale Systeme wie tonies oder Edurino beherrschen die Haptik, ignorieren aber Alltagsaufgaben. Besen und Bestien ist das erste phygitale System, das beides verbindet – Reframing für neurodivergente Kinder plus greifbare Sammelwelt – und die Belastung der Eltern direkt reduziert.
Status & Bedarf
Ich entwickle Besen und Bestien derzeit allein – von der Software über die 3D-gedruckte Hardware bis zum Konzept. Umso wichtiger sind mir die richtigen Partner für die nächsten Schritte.
Konzeption, Figuren- und Portal-Designs (3D-Druck), UI/UX-GrundgerĂĽst der App
Voll funktionsfähiger phygitaler Prototyp: App, Portal und erste Figuren im Zusammenspiel; Umstellung des Grundgerüsts auf die Godot-Engine läuft
Pilotstudie mit 30 Familien und 5 Ergotherapie-Praxen
Kleinserienproduktion und Launch des D2C-Webshops
Finanzierung
Besen und Bestien ist ein Gründungsvorhaben im Rahmen des EXIST-Women Stipendiums. Die Firma ist noch nicht gegründet und befindet sich im Aufbau. Ich freue mich über Nachrichten von Familien, Fachkräften und Unternehmen gleichermaßen.
Jana Fisenko
Gründerin · Medieninformatik-Studentin, Hochschule Emden/Leer